Treatment für einen Vorstellungsfilm
„Was sind katholische Grundschulen?“
Katholische Grundschule – ist das heute noch aktuell? Wir möchten Ihnen vorstellen, wie katholische Grundschulen in unserem Erzbistum arbeiten – jetzt und hier unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen, die jede Schule an ihrem Standort vorfindet.
Katholische Grundschule – was ist das eigentlich? Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, handelt es sich um eine staatliche und keine kirchliche Schule. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit, in denen Bildung für politische Zwecke missbraucht wurde, legten die für unsere Landesverfassung Nordrhein-Westfalen Verantwortlichen Wert darauf, dass die Erziehungsrechte der Eltern gestärkt werden. Eltern, die dies wünschten, sollten die Möglichkeit haben, ihr Kind an einer Schule ihres Bekenntnisses unterrichten zu lassen. Daher gibt es in Nordrhein-Westfalen neben den Gemeinschaftsgrundschulen katholische und evangelische Bekenntnisschulen in kommunaler Trägerschaft. Die katholische Grundschule ist deshalb eine Angebotsschule, die allen Kindern offen steht, die katholisch sind oder deren Eltern wünschen, dass ihr Kind im katholischen Bekenntnis unterrichtet und erzogen wird. Dies wird von Eltern verschiedener Bekenntnisse und Religionen gern in Anspruch genommen.
Der Name einer katholischen Grundschule ist oft Programm, anders gesagt: identitätsstiftend. So ist es z.B. auch bei der Sankt-Franziskus-Grundschule in Brühl. Das berühmte Wort des hl. Franziskus „Pace e bene“, Frieden und Heil, ist ihr Motto. So wie der heilige Franziskus ein glühender Verfechter für Frieden und Heil war, ist dies heute für die Sankt-Franziskus-Grundschule Zielrichtung in Erziehung und Unterricht. Auf diesem gemeinsamen Weg der Schulgemeinde heißt es immer wieder im Franziskuslied der Schule „Franziskus, der macht uns Mut.“ Die faszinierende Person des heiligen Franziskus ist auch Namens- und Themengeber für das jährliche Franziskusfest oder –projekt der Schule. Auch in den Räumlichkeiten spiegelt sich dieser Bezugspunkt wider. So finden sich im Treppenhaus moderne Fresken aus dem Leben des Heiligen Franziskus. Sie fördern die Erinnerung an ihn und lassen sein – in Einklang mit den Menschen und der Natur geführtes – Leben zum Vorbild werden.
So wie Franziskus jeden einzelnen Menschen für unendlich kostbar und einmalig erachtet, ja, dies sogar für die Tiere und Pflanzen gelten lässt, so stellen auch die Lehrerinnen und Lehrer der Sankt-Franziskus-Schule die individuelle Förderung jeder Schülerin und jedes Schülers in den Mittelpunkt ihrer unterrichtlichen Arbeit. Das Schulministerium hat diese besonderen Anstrengungen mit dem entsprechenden Gütesiegel gewürdigt.
Auch im Offenen Ganztag, in dem die Kinder nach dem Unterricht betreut und begleitet werden, ist die Einzigartigkeit jedes Kindes im Sinne des christlichen Menschenbildes Maßstab des Handelns. Aus diesem Grund hat die Schule Wert darauf gelegt, eine katholische Organisation, nämlich die Caritas als Träger für den Offenen Ganztag zu wählen.
Es gibt viele Wege, die von katholischen Grundschulen bestritten werden, um ihr besonders Profil einer katholischen, allumfassenden Schule auszuprägen. Sicherlich gehört immer dazu, als Gemeinschaft achtsam miteinander zu leben, ohne die Unterschied von Charakter, Herkunft oder Begabungen zu verwischen. Damit leisten die katholischen Grundschulen einen unverzichtbaren Beitrag für eine aufrichtige Integration. Basierend auf den christlichen Wurzeln unserer Kultur, unseres Glaubens, unserer Traditionen kann sich so ein tragfähiges Miteinander entwickeln, das die Eigenheiten des anderen nicht nur achtet, sondern wertschätzt. Katholische Grundschulen stärken mit dem täglich gelebten Glauben Halt, Orientierung und verantwortungsvolles Handeln bei den ihnen anvertrauten Kindern – unerlässlich Voraussetzungen für die Entwicklung einer unverwechselbaren, starken Identität.
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